Margret Hoppe

Preisträger BDA-Preis Sachsen 2019

Judohalle Holzhausen

Leipzig

Margret Hoppe

Judohalle Holzhausen

Leipzig
Projekt
Judohalle Holzhausen
Architekt
Schoener und Panzer Architekten, Leipzig
Bauherr
Judo Holzhausen e.V.

Beurteilung der Jury zum Architekturpreis des BDA Sachsen 2019:

Ein Judoverein findet in einem Gewerbegebiet eine Ende der 1960er Jahre ursprünglich als Heizhaus genutzte Lagerhalle als Trainingszentrum. Und jetzt setzen die architektonischen Manöver ein. Die Robustheit des DDR-Typenbaus wird nicht camoufliert, sondern bewusst thematisiert. So wird das äußere Erscheinungsbild durch ein Innendämmung beibehalten, das Dach hingegen von außen gedämmt, seine innere Struktur bleibt dadurch im Innenraum erlebbar. Mit einfachen Fichtensperrholzplatten, im unteren Bereich ergänzt um eine Prallwand, aufgewertet durch ein Wandbild das den Gründer des Judosports darstellt, ist eine passende Veredelung gelungen. Es wurde der neue Fußboden aus einer anderen Sporthalle ausgebaut und hier wiederverwendet. Der Erweiterungsbau folgt dem robusten Charakter des Bestandes, setzt keinen willkürlichen Widerspruch. Es geht hier nicht um eitle Originalität, sondern um soziale Technik und eine nachhaltige Intelligenz mit Respekt vor der Evidenz des Bestands. Zu würdigen ist der Umgang mit der Geschichte des Vorhandenen, und die angemessene und vorbildliche Strategie der Renovierung.

Margret Hoppe
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