TIBES Stipendium

Grafik Stephan Ehrenhofer Seit 2012 vergibt der Bund Deutscher Architekten, Landesverband Berlin e.V. alle drei Jahre das TIBES STIPENDIUM in Höhe von 5.000 €. Die Fördersumme wurde von den Namensgebern des Stipendiums Bernd und Constanze Tibes gestiftet. Auslobung und Organisation der Stipendien obliegen dem BDA Berlin. Mit der Preissumme wird die Realisierung von Studienvorhaben von Berliner Studenten im Bereich von Architektur und Bauen, der Architekturvermittlung, der Architekturtheorie und der Architekturgeschichte unterstützt. Gefördert werden Forschungs- und Weiterqualifizierungsmaßnahmen wie zum Beispiel Auslandsaufenthalte zur Recherche eines Themenschwerpunktes, die Vervollständigung und der Abschluss einer Prüfungsarbeit durch Veröffentlichung, Ausstellung, Postproduktion und vergleichbare Aktivitäten oder Arbeiten auf dem Gebiet der Architektur, für die am Markt keine Vergütung erzielt werden kann. Das Stipendium soll Studierende und AbsolventInnen der Berliner Hochschulen, deren Abschluss nicht länger als ein Jahr zurückliegt sowie DoktorandInnen an den Berliner Hochschulen bei der Erarbeitung von spezifischen Entwürfen, empirischen und theoretischen Untersuchungen, Doktorarbeiten und sonstigen architektonischen, architekturtheoretischen oder bauproduktionsbezogenen Arbeiten finanziell unterstützen.

Das neuerlich ausgelobte TIBES-STIPENDIUM des Bundes Deutscher Architekten BDA, Landesverband Berlin e. V. wird 2015 an einen Studierenden der UdK Berlin vergeben. Eine Förderung in Höhe von 5.000€ erhält der Architekturstudent Robert Patz für sein Projekt „Virtual Reality Aided Architectural Design“. Zusätzlich wird in diesem Jahr die Arbeit „Der ortlose Ort als Form der Heimat“ von Frau Elena Charlotte Lee mit einer Würdigung versehen.

Foto: Rainer Gollmer


Robert Patz (Stipendiat)

In seiner bisherigen Arbeit an dem Projekt „Virtual Reality Aided Architectural Design“ erforschte Robert Patz die Möglichkeiten der Integration von Technologie in den gegenwärtigen Entwurfs- und Planungsprozess von Architekten. Die daraus resultierenden Ergebnisse führten zu einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit der normativen Gestaltungskraft des Computers und dessen Auswirkungen auf den Architekturentwurf. Patz möchte das Tibes-Stipendium dazu nutzen, um im Rahmen einer Doktorarbeit der Frage nachzugehen, wie man multimodale Entwurfstechniken digital umsetzen und intuitiv nutzbar machen kann. Computer sollen dahingehend programmiert werden, körperliche Bewegung und körperliches Wissen in gestalterischen Prozessen abzubilden.

Elena Charlotte Lee (Würdigung)
Elena Charlotte Lee setzt sich theoretisch und praktisch mit soziologischen, philosophischen und kulturellen Aspekten von Raum, sowie mit künstlerischer Intervention auseinander. Ihre Masterarbeit an der Kunsthochschule Berlin Weißensee unter dem Titel „Der ortlose Ort als Form der Heimat“ stellt eine Beschreibung der baulichen Typologie der Berliner Shoppingcenter „Alexa“ sowie „Das Schloss“ dar und analysiert die identitätsbildenden Eigenschaften trotz funktionaler Gleichschaltung solcher Nicht-Orte. Diese theoretische Beschäftigung mit der Interaktion zwischen Raum und Benutzer und der Wechselwirkung in der Wahrnehmung, Aneignung und dem Umgang mit Raum beeindruckte die Jury, die folglich die Arbeit von Frau Lee mit einer Würdigung ehren möchte.

 

Stipendiaten

Foto: Robert Patz
Foto: Robert Patz

Robert Patz

Foto: Elena Lee
Foto: Elena Lee

Elena Charlotte Lee (Würdigung)