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1:1 Berliner Architekturdialoge

31. Mai 2017

1:1 Berliner Architekturdialoge Österreich : Berlin

„Ende der Funktionstrennung“ – Marie-Therese Harnoncourt-Fuchs und Arno Brandlhuber

Die BDA Galerie Berlin und das Österreichische Kulturforum laden am 14. Juni 2017 um 19 Uhr zum letzten Dialogabend 2017 der 1:1 Berliner Architekturdialoge Österreich : Berlin in das Studiolo des KW Institute for Contemporary Art in Berlin-Mitte ein. Die beiden Gäste des Abends, Marie-Therese Harnoncourt-Fuchs aus Wien und Arno Brandlhuber aus Berlin, haben sich für ihren Dialog das Thema „Ende der Funktionstrennung“ gesetzt und sprechen über die Entstehungsgeschichten ihres Entwerfens.

Marie-Therese Harnoncourt-Fuchs diplomierte Architektur an der Universität für angewandte Kunst Wien und gründete 2000 mit Ernst J. Fuchs the next ENTERprise Architects. Ihre Projekte reichen von konkreten Bauaufgaben, Installationen und experimentellen Eingriffen im Stadtraum bis hin zu städtebaulichen Konzepten. Beide Zugänge werden als gleichwertig betrachtet und beeinflussen einander wechselseitig. Das Provozieren von Zufällen und dem Unvorhersehbaren ist Strategie für die Raum- und Programmproduktion ihrer Architektur. Sie arbeiten daran, alles aufzuspüren, was über das reine Funktionieren hinausführt. Viele Projekte und Realisierungen wie Blindgänger / AT, Seebad Kaltern (2000) / IT (2006), Wolkenturm – Freiluftbühne Grafenegg (2007) wurden international publiziert und ausgezeichnet. Seit 1998 lehrt Marie-Therese Harnoncourt-Fuchs an unterschiedlichen Universitäten in Wien und Europa.

Arno Brandlhuber hat Architektur und Stadtplanung an der Technischen Universität Darmstadt und der Accademia del Arte in Florenz studiert. Seit 1992 arbeitet er in verschiedenen Projekt- und Büropartnerschaften, darunter mit Zamp Kelp und Julius Krauss, später mit Bernd Kniess (b&k+). Während dieser Zeit wurden Projekte wie das „Neanderthal Museum“ (Mettmann, 1996) und der Wohnen-Arbeiten-Hybrid „Kölner Brett“ (Köln, 2000) realisiert. 2006 ist Brandlhuber Gründer des Berliner Büros „Brandlhuber+“, seit 2009 tritt das Büro in Partnerschaft mit Markus Emde und Thomas Burlon als „Brandlhuber+Emde, Burlon“ auf und ist verantwortlich für Projekte wie das Galerie- und Studiogebäude „Brunnenstraße 9“ (Berlin, 2010), die „Antivilla“ (Krampnitz, 2014) und die Umnutzung des brutalistischen Kirchenbaus „St. Agnes“ in einen Galeriebau (Berlin, 2015).

Neben seiner Lehrtätigkeit an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und seiner Baupraxis beschäftigt er sich in Ausstellungen und u.a. in der kürzlich erschienenen Publikation „The Dialogic City: Berlin wird Berlin“ mit der Raumproduktion der Berliner Republik.

Das Format 1:1 Berliner Architekturdialoge inszeniert in seiner fünften Staffel an sechs Abenden das Zwiegespräch zwischen einem Architekten aus Österreich und einem Berliner Kollegen. Zwischen Österreich und Deutschland bestehen vielfältige kulturelle Bezüge, die sich auch in Berlin in einem kontinuierlichen professionellen Austausch in der Baupraxis und in der Lehre zeigen. Die personellen und professionellen Wechselwirkungen wie auch der architektonische Diskurs verdeutlichen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede.

Begleitet von einer Handvoll Projektbilder beleuchtet der 50-minütige Dialog jeweils ein von den beiden Dialogpartnern gewähltes, architektonisches Thema aus Österreichischer und Berliner Perspektive.

Redigierte Mitschnitte der Gesprächsabende werden zusammen mit den Projektbildern und Skizzen der Dialogpartner auf dem Blog der BDA Galerie unter blog.bda-berlin.de veröffentlicht.

Die 1:1 Berliner Architekturdialoge 2017 Österreich : Berlin der BDA Galerie werden von Katharina Löser und Tillmann Wagner kuratiert.

Die bevorstehenden Termine der 1:1 Berliner Architekturdialoge
im KW Institute for Contemporary Art, Auguststraße 69, 10117 Berlin:

Mittwoch, 14. Juni 2017, 19 Uhr
Marie-Therese Harnoncourt (the next Enterprise-Architects, Wien)
Arno Brandlhuber (Brandlhuber+Architects and Urban Planers, Berlin)

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.


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