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Stipendiaten 2015

24. Mai 2015

Das neuerlich ausgelobte TIBES-STIPENDIUM des Bundes Deutscher Architekten BDA, Landesverband Berlin e. V. wird 2015 an einen Studierenden der UdK Berlin vergeben.

Eine Förderung in Höhe von 5.000€ erhält der Architekturstudent Robert Patz für sein Projekt „Virtual Reality Aided Architectural Design“. Zusätzlich wird in diesem Jahr die Arbeit „Der ortlose Ort als Form der Heimat“ von Elena Charlotte Lee mit einer Würdigung versehen.

18 Bewerbungen von Studenten, Doktoranden und Absolventen der Berliner Hochschulen wurden für das Tibes-Stipendium eingereicht.
Die Jury mit Thomas Kaup (Architekt BDA, Vorsitzender des BDA Berlin), dem Stifter des Stipendiums Bernd Tibes (Architekt BDA), Niklas Maak (Architekturjournalist) und Prof. Dr. Karin Wilhelm (Professorin für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt, TU Braunschweig) entschied im Juli nach einem Gespräch mit den sechs Bewerbern der engeren Wahl über die Vergabe des Stipendiums.

Robert Patz (Stipendiat)
In seiner bisherigen Arbeit an dem Projekt „Virtual Reality Aided Architectural Design“ erforschte Robert Patz die Möglichkeiten der Integration von Technologie in den gegenwärtigen Entwurfs- und Planungsprozess von Architekten. Die daraus resultierenden Ergebnisse führten zu einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit der normativen Gestaltungskraft des Computers und dessen Auswirkungen auf den Architekturentwurf. Patz möchte das Tibes-Stipendium dazu nutzen, um im Rahmen einer Doktorarbeit der Frage nachzugehen, wie man multimodale Entwurfstechniken digital umsetzen und intuitiv nutzbar machen kann. Computer sollen dahingehend programmiert werden, körperliche Bewegung und körperliches Wissen in gestalterischen Prozessen abzubilden.

Elena Charlotte Lee (Würdigung)
Elena Charlotte Lee setzt sich theoretisch und praktisch mit soziologischen, philosophischen und kulturellen Aspekten von Raum, sowie mit künstlerischer Intervention auseinander. Ihre Masterarbeit an der Kunsthochschule Berlin Weißensee unter dem Titel „Der ortlose Ort als Form der Heimat“ stellt eine Beschreibung der baulichen Typologie der Berliner Shoppingcenter „Alexa“ sowie „Das Schloss“ dar und analysiert die identitätsbildenden Eigenschaften trotz funktionaler Gleichschaltung solcher Nicht-Orte. Diese theoretische Beschäftigung mit der Interaktion zwischen Raum und Benutzer und der Wechselwirkung in der Wahrnehmung, Aneignung und dem Umgang mit Raum beeindruckte die Jury, die folglich die Arbeit von Frau Lee mit einer Würdigung ehren möchte.

Das Tibes-Stipendium
Mit dem Stipendium, das in 2012 erstmalig ausgelobt und im Turnus von drei Jahren vergeben wird, unterstützt der BDA Master- und Diplom-StudentInnen, AbsolventInnen sowie DoktorandInnen, die an einer Berliner Hochschule eingeschrieben sind. Bei der Realisierung von Studienvorhaben im Bereich von Architektur und Bauen, der Architekturvermittlung, der Architekturtheorie und der Architekturgeschichte. Gefördert wird die Erarbeitung von spezifischen Entwürfen, empirischen und theoretischen Untersuchungen, Doktorarbeiten und sonstigen architektonischen, architekturtheoretischen oder bauproduktionsbezogenen Arbeiten.

Die Fördersumme wurde von den Namensgebern des Stipendiums Bernd und Constanze Tibes gestiftet. Auslobung und Organisation der Stipendien obliegen dem BDA Berlin.